[Rezension] ''Cut-Bericht einer Selbstverletzung'' von Patricia McCormick

Titel:  Cut - Bericht einer Selbstverletzung

Orginaltitel:  Cut

Autor:  Patricia McCormick

Verlag:  FISCHER Taschenbuch 2012

Format:  Taschenbuch

Reihe:  /

Genre:  Jugendbuch

ISBN:  978-3-596-80461-0

Seiten: 190

Preis: 7,95€

Altersempfehlung:  ab 14 Jahren

Du sagst, dass ich das Reden übernehmen muss.

Cut. Die 15-jährige Callie spricht mit niemandem. Auch nicht mit ihrer Therapeutin in der psychiatrischen Klinik, in die ihre Eltern und ihr Arzt sie geschickt haben, weil sie sich selbst verletzt. Doch dann kommt Amanda in ihre Gruppe und lockt sie mit ihrer provokanten Art aus der Reserve. Ganz allmählich öffnet sich Callie und beginnt, sich mit den Ursachen für ihr Verhalten auseinanderzusetzen.

Der Schreibstil ist eigentlich recht flüssig und einfach gehalten. Das ganze Buch wird aus der Ich-Perspektive von Callie erzählt. Die Therapeutin von Callie wird in Gedanken, sowie in den Gesprächen immer Du genannt, wodurch mal als Leser sich sehr angesprochen fühlt immer.

Manchmal ziemlich verwirred deshalb aber ansonsten gibt es nichts zu meckern beim Schreibstil.

Das Cover ist zum Thema passend gut gehalten.

Schon auf der ersten Seite mochte ich die Protagonistin (Callie) schon. Daher das sie nicht viel redet, liest man meist nur was in ihrem Kopf vorgeht. Man gewöhnt sich schnell an die Situation, dass sie meistens nicht redet. Fast das gesamte Buch lang spielt es nur in der Klinik. Die Räume und die anderen Nebenfiguren stellt die Autorin gut dar, sodass man sich ein ungefähres Bild von allem machen kann. Ab und an, kommen Rückblenden aus Callies Familienleben. Man lernt im laufe der Geschichte die Probleme von Callie kennen und kann sich immer mehr ein Bild über sie machen.

Wer ein Sachbuch oder ein aufklärendes Buch zum Thema Selbstverletzung erwartet, wird jedoch bei diesem Buch enttäuscht sein.

Aber wer die Gedanken und Gefühle eines schweigsamen, zurückziehenden und selbst verletzendem Mädchens kennenlernen will, um einen Einblick zu bekommen ist hier genau richtig.

Die Autorin geht sehr gut an dieses Thema ran.

Das Buch zeigt die Gedanken einer Person die sich selbst verletzt. Durch die Ich-Perspektive kann man sich sehr gut hineinversetzen in die Situation. Obwohl das Buch sehr dünn ist, ist das Thema und die Geschichte sehr gut und ausführlich dargestellt. Noch Monate nach dem Buch denke ich immernoch drüber nach.

Ich kann dieses Buch nur jedem ans Herz legen der sich für das Thema interessiert!

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